Umweltfreundlich Heizen mit Pellets

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach umweltfreundlichen Möglichkeiten zum Heizen stark gestiegen. Einen besonderen Stellenwert nimmt hierbei die Holzpelletsheizung ein.
Sie wird durch die Verbrennung von sogenannten Holzpellets betrieben. Ein Holzpellet ist eine kleine Kugel oder ein Zylinder aus gepresstem Holz. Diese werden aus naturbelassenem Holz oder Rinde hergestellt, indem das Holz mit großen Druck durch ein feines Gitter gedrückt wird. Durch die natürlichen Inhaltsstoffe des Holzes hält ein Pellet zumeist selbstständig seine Form. Nur in Ausnahmefällen ist es notwendig, zusätzliche Bindestoffe hinzuzufügen.

Das verwendete Holz ist zumeist ein Abfallprodukt der Sägewerke und wird dort direkt im Anschluss zu Holzpellets verarbeitet. In Europa werden derzeit die meisten Pellets in Österreich und den Skandinavien hergestellt. Doch auch in Deutschland gehen die Sägewerke zunehmend dazu über, den Holzabschnitt zu Pellets zu verarbeiten. In Deutschland ist als größter Hersteller für Pellet die Firma German Pellets zu benennen.
In Deutschland unterliegt die Fertigung eines Pellet der DIN Norm 51 731. Dies gewährleistet eine gleichbleibende Qualität, Größe und Zusammensetzung. Auch der maximale Wassergehalt wird durch diese Norm geregelt.

Die Vorteile eine Pelletsheizung sind breit gefächert. Zuerst ist der geringe CO2-Ausstoß zu nennen. Beim Verbrennen von einem Holzpellet wird nämlich nur so viel CO2 ausgestoßen, wie der Baum im Laufe seines Lebens aufgenommen hat und beim natürlichen Zersetzen auch wieder abgeben würde.

Da es sich bei dem verarbeiteten Holz um ein Nebenprodukt der Holzindustrie handelt, sind Pelletsheizungen zudem noch ressourcenschonend. Insbesondere da es sich bei Holz um einen natürlich nachwachsenden Rohstoff handelt.
Da die Fertigung zumeist in den örtlichen Sägewerken erfolgt, kommt es zu keinen langen Transportwegen. Dies führt wiederum zu einem verminderten CO2-Ausstoss.
Die Lagerung von Holzpellets ist einfach und ungefährlich. Es wird zwar etwas mehr Lagerfläche benötigt als für eine vergleichbare Ölheizung, jedoch können die Pellets beliebig hoch aufgeschüttet werden.
An die Lagerung wird lediglich die Anforderung gestellt, dass sie trocken erfolgen muss. Eine Wartung und Prüfung, wie bei einem Öltank, muss nicht erfolgen. Pellets weisen eine hohe Schüttdichte auf, daher nehmen sie nicht so viel Platz in Anspruch wie beispielsweise Stückholz.
Der Pelletslagerraum sollte alle zwei Jahre oder nach jeder dritten Befüllung geleert werden, um den Holzstaub zu entfernen. Dies gewährleistet eine gleichbleibende Heizqualität.
Die Anlieferung von den Pellets erfolgt, ähnlich wie bei Heizöl, in Silofahrtzeugen. Die Einfüllung wird mittels eines Schlauches vorgenommen. Daher ist es sinnvoll, den Einfüllstutzen des Lagerraumes an eine Außenwand des Hauses zu verlegen.
Der Einkaufspreis für Holzpellets liegt unterhalb dem von Öl oder Gas. Damit ist eine Holzpelletsheizung nicht nur eine umweltschonende, sondern auch eine kostengünstigere Variante des Heizens.

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