Holz für Kamine

Die Öl- und Gaspreise in Deutschland steigen seit Jahren kontinuierlich an, kein Wunder, dass sich viele Bürger Heizalternativen, in Form eines Kamins, suchen. Doch gibt es hier einiges was geneigte Interessenten beim Beheizen eines Kamins und Verwendung von Kaminholz wissen sollten. Schnell kommen da Fragen auf, wie etwa: Welches Brennholz ist am besten? Wie lagert man dieses richtig? Woher beziehe ich Kamin- und Brennholz?

Übersicht zu den Brennholzarten

Buchenholz – Diese Holzart ist sehr hart und feinfasrig. Von allen Brennholzarten ist es das begehrteste, da es sich beim Schlagen gut Spalten lässt, aufgrund eben jener Fasrigkeit. Außerdem hat es hervorragende Heizeigenschaften (2.100 kWh/rm) und sehr wenig Funkenflug. Robinienholz – Ein sehr schweres und robustes Holz. Ähnlich gute Brenneigenschaften, wie Buche oder Eiche, jedoch seltener als Brennholz zu bekommen.

Eichenholz – Das härteste und witterungsbeständigste aller Brennholzarten ist aufgrund dessen sehr gut zur Lagerung im Außenbereich geeignet. Der Brennholzbrennwert liegt teilweise deutlich über 2.000 kWh/rm. Kiefernholz – Ein recht hartes, aber trotzdem leichtes Brennholz. Durch das Harz ist es nahezu resistent gegen Witterungseinflüsse (sehr gute Lagereigenschaft), jedoch ist der Brennwert nicht ganz so hoch, wie bei anderen Sorten (1.700 kWh/rm). Birkenholz – Ein ebenfalls leichtes Brennholz mit besseren Brenneigenschaften, als die Kiefer (1.900 kWh/rm). Fichtenholz – Diese Holzart hat den mit geringsten Brennwert (1.500 kWh/rm), brennt jedoch dagegen besonders schnell an, eignet sich also als Anzündholz.

Physikalischer Vorgang des Holzverbrennens

Allgemein wird die Holzverbrennung in 3 Abschnitte unterteilt. Als erstes findet eine Trocknung und Erwärmung statt (Verdampfung von Restwasser). Danach tritt die Pyrolyse ein (Entstehung der Holzkohle bei 400 C° und Abgabe von Kohlenmonoxid) und zuletzt die eigentliche Verbrennung (Reaktion der Gase Sauerstoff, Wasserdampf und Kohlenmonoxid, Bildung von Asche).

Hinweise und Tipps für’s Holzverbrennen

Das Heizen mit Holz unterliegt einigen Regelungen. Verheizt dürfen unter anderem nur: Grillholzkohle/briketts/pellets, natürliches zugelassenes Holz (beschriebene Sorten in Form von Span-, Schnitzel- oder Scheitholz) und Rinde. Gesetzlich untersagt sind industriell behandeltes Holz (lackiertes/gebeiztes/imprägniertes Holz, ) und Spanplatten.

Brennholz sollte vor Verwendung genügend getrocknet (Wasseranteil unter 20 %) und gelagert sein. Die sogenannte folgende Versottung kann sonst zu hässlichen Flecken und Geruch im Kamin führen. Es sind bevorzugt Holzarten mit hohen Brennwerten zu wählen (Buche, Eiche, Birke). Das Kaminholzlager, egal ob draußen oder drinnen, sollte nie mit luftundurchlässigen Materialen (Kunststoffplanen) abgedeckt werden, da sonst Schimmel entstehen könnte.

Finden der passenden bzw. besten Holzart

Die Art des Brennholt richtet sich vorrangig nach Art des Brennofens oder Kamins sowie den Präferenzen des Anwenders (bevorzugte Holzart).

Gewöhnliches Brennholz und Holzbriketts lassen sich in so gut wie jedem Ofen oder Kamin, je nach Öffnungsgröße und Größe der Holzstücke, verwenden. Als bestes allgemeines Brennholz eigenet sich Buche oder Eiche, zum reinen Anbrennen jedoch Fichte oder andere Nadelhölzer.

Anders sieht es bei Holzpellets aus. Die, aus gepressten Hölzern verschiedener Arten angefertigten Pellets erfordern eine spezielle Pelletheizung, die in ihrem Kessel die über ein Rohr zugeführten Pellets verheizt. Gegenüber gewöhnlichen Kaminen oder Gasheizungen haben Pelletheizung einen unglaublichen Wirkungsgrad von 90 %. Jedoch ist die Anschaffung und Installation teurer und aufwändiger.