Kamin Glossar

Abfälle

Abfälle dürfen im Ofen nicht verbrannt werden. Selbst bei Altpapier oder Pappe entstehen Dämpfe, die für die Umwelt schädlich sind und auch die Heizleistung beeinträchtigen können.

Abgas

Zu den Abgasen zählen Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Stickoxid und Wasserdampf. Ein Kamin oder ein Ofen darf die Höchstabgabemengen, welche in einer DIN-Verordnung festgelegt sind, nicht überschreiten.

Anzünden

Durch richtiges Aufschichten des Holzes und mit Hilfe von Papier oder Kohleanzünder wird der Kamin angezündet. Durch zusätzliche Luftzufuhr, die durch das Öffnen der Aschelade ermöglicht wird, kann der Brennvorgang beschleunigt werden. Sobald der Qualm aus dem Brennraum abgezogen und Glut erkennbar ist, kann Holz nachgelegt und die zusätzliche Luftzufuhr geschlossen werden.

Aschelade

Dient zum Auffangen der Asche. Zum leichteren Reinigen kann diese meist entnommen werden.

Backfach

Nische über der Brennkammer, die zum Warmhalten von Speisen, aber auch zum kochen und backen verwendet werden kann

Brennkammer

In ihr lodert das Feuer und verbreitet Wärme.

Brennstoffe

Holz eignet sich für einen Kamin als Brennmaterial am besten. Briketts können ebenfalls verbrannt werden, erzeugen jedoch viel Asche. Pellets dürfen nur in speziell dafür vorgesehene Öfen verheizt werden.

Bodenplatte

Um die Brandgefahr in der direkten Umgebung des Kamins/ des Ofens zu reduzieren, wird eine Bodenplatte aus Metall, Sicherheitsglas, etc. verlegt.

Drehplatte

Zusätzlich zum Kamin kann eine Drehplatte erworben werden, die es ermöglicht, die Wärme in eine gezielte Richtung in den Raum strahlen zu lassen.

Ethanolkamin

Da kein Rauch bei der Verbrennung entsteht, benötigt der Ethanolkamin keinen Schornstein und ist genehmigungsfrei.

Gusseisen

Um die großen Temperaturschwankungen zu bewältigen, ist ein formbeständiges Material wie Gusseisen notwendig.

Holzfach

Dient der Lagerung von Holz direkt unter dem Kamin.

Konvektionsofen

Durch Luftschächte strömt die erwärmte Luft und verteilt sich im Raum, während kalte Luft zeitgleich angesaugt wird. Moderne Öfen sind meist Konvektionsöfen.

Offener Kamin

Die Brennkammer des Kamins besitzt keine Tür. Ein Großteil der Wärme geht ungenutzt durch den Schornstein verloren. Auch ist die Gefahr des Funkenflugs sehr hoch.

P-Prüfzeichen

Qualitätskriterien, die detailliert gekennzeichnet wurden, hohe umwelttechnische Anforderungen und Verbrennungswerte die gleichmäßig rein sind müssen erfüllt sein, um dieses Prüfzeichen zu erlangen. Außerdem ist es ein Garant für einen hohen Wirkungsgrad und einen geringen Holzverbrauch.

Primär- und Sekundärluft

Primärluft wird während des Anheizens unterhalb der Glut eingeleitet, mithilfe des Zugs im Schornstein. Sekundärluft wird während des normalen Brennvorgangs oberhalb des Feuers eingeleitet und dient der Verbrennung von Rauchgasen.

Scheibenspülung

Indem die Verbrennungsluft zum Teil an der Scheibe entlang geleitet wird, können sich die Rußpartikel nicht so leicht festsetzen.

Schornstein

Abgase werden durch ihn aufgenommen und nach außen abgegeben.

Skamol

Ein Dämmstoff, der aus Vermiculite hergestellt wird, erlaubt eine saubere Verbrennung.

Stutzen

Ein dichter Abschluss zwischen dem Übergang von Kamin zum Schornstein.

Strahlungsofen

Wärme wird vom Ofen nach vorn und an den Seiten abgegeben. Durch die hohen Temperaturen ist ein großer Abstand zu brennbaren Materialien notwendig.

Speckstein

Sehr guter Wärmespeicher, da hohe Temperaturen problemlos vertragen werden.

Speicherofen

Als Wärmespeicher werden zum Beispiel Specksteine benutzt, die die Wärme in großer Menge speichern können und diese langsam an die Umgebung abgeben.

Überhitzung

Durch fehlerhafte Handhabung bei der Luftzufuhr wird der Ofen zu heiß, was zu Schäden an Bauteilen führen kann.

Verbrennungsluft

Um eine vollständige Verbrennung des Brennstoffes zu gewährleisten, ist Sauerstoff notwendig. Ist die Zufuhr von Verbrennungsluft nicht ausreichend gewährleistet, sinkt die Wärmeleistung und die Entstehung von Ruß und CO2 wird gefördert.

Wirkungsgrad

Die Energie die eingesetzt wird, wird ins Verhältnis zu der abgegebenen Energie gesetzt. Je höher das Verhältnis von Einsatz und Nutzen ist, desto höher ist auch der Wirkungsgrad. Ein guter Kaminofen sollte einen Wirkungsgrad von mindestens 75% haben.

Zug

Die Öffnung innerhalb des Schornsteins und deren Wirkungsgrad wird als Zug bezeichnet. Der Zug des Schornsteins entsteht durch die unterschiedlich temperierten Luftströme, die im Ofen und außerhalb diesen zirkulieren.